Wetten, dass..?

Wie war das noch mit Samuel Koch?

Ich weiß ja wirklich nicht, wie es Ihnen damit geht – aber meiner Meinung nach gibt es genau zwei Gründe, aus denen Menschen zu “Wetten, dass..?” gehen. Der erste Grund ist die Massenaufmerksamkeit. Immerhin ist die ZDF-Sendung nicht nur ein Format mit großer Tradition, sondern auch die erfolgreichste Unterhaltungssendung Europas. Der zweite Grund ist, bei den Wetten in der Show vor Publikum Außergewöhnliches zu zeigen. Die Kandidaten wollen den Nervenkitzel, den sie dabei empfinden, auf den heimischen Sofas fühlbar machen und dadurch Teil des großen Spektakels “Wetten, dass..?” sein. Denn wenn es einem nicht um die Show ginge, und man lediglich an seine Grenzen gehen wollte, könnte man ebenso gut ein Kommitee vom Guinness-Buch für Rekorde zu sich nach Hause bestellen und dort waghalsigen oder auch nicht so waghalsigen Ankündigungen Taten folgen zu lassen.

Ich denke, niemand wird mir widersprechen, wenn ich einfach einmal kühn behaupte, dass Samuel Koch sich selbst bei “Wetten, dass..?” beworben hat. Der gute Mann hat, seitdem er sechs Jahre alt ist, Sport getrieben. In Berichten von Spiegel und BILD wird sehr schnell deutlich was für eine Vielzahl an Sportarten der Wettkandidat ausgeübt hat: Schwimmen, Fechten, Reiten, Turmspringen, Snowboarden, Inlineskaten und Kunstturnen. Ach ja, und dann war er noch Stuntman und Akrobat für Bavaria Film.
Das ist wahrlich kein Pappenstiel. Man kann daher sagen, was man möchte, aber so einem Menschen, der frei heraus sagt, dass er etwas tun will, das sonst noch niemand auf der Welt getan hat, nämlich mit Sprungfedern über Autos springen – dem traut man auch zu, dass er, bei all seiner Erfahrung, weiß, was er da tut. Nein, ich bin kein Sportwissenschaftler, ich bin auch kein Stuntexperte, aber ich behaupte, ein Mensch mit einigermaßem klaren Urteilsvermögen zu sein, der weiß, dass Menschen einiges an Extremleistungen zuzutrauen ist. Ich denke da nur an Wetten vergangener Tage, bei denen Wettkandidaten Autos über den angespannten Bauch fahren ließen oder an einem Seil aus Klopapier ein 10-Meter-Brett hochkrakselten. Zwei Wetten, die auch alles andere als ungefährlich waren und die ebenso schwere Verletzungen der Kandidaten hätten mit sich ziehen können, wie es jene von Samuel Koch leider getan hat.

Zu gefährlich oder wie jetzt?

Es stellt sich nun also seit fast einer Woche die Frage: War die Wette zu gefährlich, das ZDF zu fahrlässig? Ich sage nein und will das sehr gerne begründen. Samuel Koch hat seine Wette eingesendet, weil er in die Sendung kommen wollte. Man sendet eine solche Bewerbung nicht einfach aus dem Bauch heraus oder weil man ohnehin eine Absage bekommen möchte, sondern weil man ganz offensichtlich den Wunsch hegt, sich vor einem Millionen-Publikum zu beweisen.
Dass die Wette trotz allem gefährlich war, darüber muss niemand mit mir diskutieren. Dass es eine Redaktion im ZDF gibt, die Wetten, die zu gefährlich sind, aussortieren muss, ist für mich auch keine Frage. Aber – und das ist eine sehr ernst gemeinte Frage an Sie, liebe Leser: Glauben Sie tatsächlich die Redaktion des ZDF hätte Samuel Koch nach Düsseldorf eingeladen, wenn er in München, wo er seine Wette vorgestellt hatte, nicht den Eindruck gemacht hätte, selbige bestehen zu können? Respekt, wer das dem ZDF unterstellen möchte; ich werde es jedenfalls nicht.

Die Proben

Da gibt es dann auch hitzige Diskussionen über die Proben in Düsseldorf und das vielerorts zitierte Telefoninterview mit der Badischen Zeitung. Daraus interessiert aber meist nur ein Teil, nämlich jener:

“Bei den Proben am Donnerstag bin ich zweimal schwer gestürzt.”

Viel mehr Realität scheint es in diesem Augenblick gar nicht zu geben. Er ist in den Proben gestürzt. Also, du sorglose ZDF-Spitze, warum hast du denn den armen Kandidaten nicht geschützt? Vielleicht kann der Wettkandidat die Antwort ja selbst geben.

“Der Wettteil klappt noch nicht. Allerdings sind die Voraussetzungen so, dass es in der Sendung funktionieren könnte. Und mein Team ist super.” (Hervorhebungen von mir)

Ja, das ist nur Konjunktiv, das ist schon richtig. Aber wäre es nicht an Samuel Koch selbst gewesen zu sagen: “Es tut mir leid, aber ich glaube so schaffe ich es nicht”? Muss nicht ein Kandidat, der bereits unter Beweis gestellt hatte, dass er die Fähigkeit dazu besitzt, über Autos zu springen, selbst merken, dass ihm die Situation plötzlich doch über den Kopf wächst? Ich denke schon, und eine Entscheidung gegen die Wette kann vom Kandidaten ja entweder noch vor der Sendung getroffen werden oder sogar noch in der Sendung. Ich denke, es wäre Samuel Koch niemand böse gewesen, wenn er nach dem zweiten Auto die Wette abgebrochen hätte. Im Gegenteil: Thomas Gottschalk hatte ihn ja sogar dazu aufgerufen, die Wette abzubrechen, ehe etwas Schlimmeres passiert. Diese Möglichkeit hat der 23-Jährige nicht genutzt. Ob er das nicht wollte, oder nicht konnte, kann und will ich nicht beurteilen. Ich sage nur: Die Chance hätte bestanden. Zudem war es doch er selbst, der Thomas Gottschalk ein “Auf keinen Fall” entgegenschmetterte. Ein Aufgeben kam für ihn also scheinbar nicht in Frage.

Wie der Spiegel das ZDF angreift

Ich war nach dem Unfall schockiert, betroffen und habe die Minuten, bis ein jeder Zuschauer wusste, was Sache ist, mit einem befremdlich unguten Gefühl hinter mich gebracht. Es war mir ganz egal, ob Samuel Koch an seinem Unfall selbst schuld ist oder nicht, denn der Unfall allein war in diesem Moment schlimm genug. Heute, fast eine Woche später, sehe ich das anders. Die Redakteure von Spiegel-Online offensichtlich auch. In ganzen vier Artikeln, die allesamt am 5. und 6. Dezember erschienen sind, arbeiten sich Kollegen des Spiegels an der Quotengeilheit des ZDF ab. Mal direkter, mal weniger direkt geht es dabei um die Konkurrenzsituation der ZDF-Sendung zum zeitgleich laufenden RTL-Format “Das Supertalent”. Besonders interessant sind dabei zwei Zitate, die in mehreren dieser Texte auftauchen. Eines davon ist laut den Informationen des Spiegels von Thomas Gottschalk, der nach dem Unfall gesagt haben soll:

“Es ist deswegen so furchtbar, weil wir in einer Konkurrenzsituation sind.”¹

Das zweite Zitat stammt widerum von Samuel Koch selbst. Er betont:

“Es ist ein ekelhaftes Gefühl, Autos, die auf einen zufahren, entgegenlaufen zu müssen.”

Diese beiden Zitate stehen für mich in einem unmittelbaren Zusammenhang. Denn es geht doch offensichtlich darum, dass dem ZDF unterstellt wird, mit besonders riskanten und waghalsigen Wetten eine bessere Quote erzielen zu wollen, als sie die RTL-Sendung erreicht. Das bedeutet im Umkehrschluss: Das ZDF hätte Samuel Koch dazu genötigt, dieses ekelhafte Gefühl haben zu müssen, um mehr Zuschauer zu erreichen. Frei nach dem Motto “Hohes Wettrisiko + große Selbstüberwindung bei der Wette = mehr Zuschauer = gut”. Das ist natürlich stark vereinfacht, aber ist das nicht im Grunde genommen die Aussage? Es wird ausgeschlossen, dass Samuel Koch als Mensch mit normalen Sinnesempfindungen es mit etwas Befremdnis sieht, auf fahrende Autos zuzulaufen. Ist aber nicht gerade das einfach eine menschliche Regung, die auch ein Stuntman haben darf? Wie fühlt sich beispielsweise ein Mensch auf der Straße, dem ein Auto entgegenkommt? Wohl wird er sich wahrscheinlich nicht fühlen. Aber trotz dieses natürlichen Gefühls hatte sich Samuel Koch entschlossen die Wette anzutreten. Oder das ZDF hat ihn dazu gezwungen überredet.

Quote ist eben doch nicht alles

Einmal abgesehen vom Verhalten des ZDF – war es nicht RTL, das zuerst Sendungen wie “Deutschland sucht den Superstar” und “Das Supertalent” ausgestrahlt hat? Das ist meiner Meinung nach Entwürdigungs- und Sensationsfernsehen. Menschen zu zeigen, wie sie ihre Geschlechtsteile in die offene Kamera halten, lediglich durch Pixelung für den Zuschauer unkenntlich gemacht. Menschen, die nicht singen können, in den “Flop 10″ zum Gelächter der ganzen Fernsehnation zu machen. Ein Beispiel: Raymund Ringele, der im Jahr 2008 an einem Casting für “DSDS” teilnahm und wegen seines Zusammenbruchs durch die Medien ging:

Raymund Ringele DSDS 2008 von Clipfish

Das ist Fernsehen, das aufs Polarisieren ausgelegt ist. Und, ausgehend davon stelle ich mir einige Fragen:

Wieso aber habe ich ein solches Verhalten beim ZDF nicht beobachten können?

  • Warum kamen denn keine Super Slow-Motion-Wiederholungen des Unfalls in Dauerschleife?
  • Warum spannte man in der Show ein weißes Tuch vor Samuel Koch, während er von Ärzten in der Showhalle versorgt wurde?
    (Nachtrag 13.12.2010: Vom Nutzer “suit” wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass das vor Samuel Koch gespannte Tuch nicht weiß sondern schwarz war)
    Nachtrag Nr. 2: Man verzeihe es mir, aber ich erlaube mir zu sagen, dass die Kommentierungen zu der Anzahl und der Farbe der Tücher nicht ganz den Kern dessen treffen, was ich sagen wollte. Mir ging es maßgeblich darum zu betonen, dass Tücher vorhanden waren, die das Geschehene verborgen haben. Und dass sie das waren, darüber muss niemand mit mir diskutieren.
  • Warum unterbrach man die Sendung, bis der Gesundheitszustand des Kandidaten zumindest für den ersten Moment erklärbar ist?
  • Warum brach man die Sendung ab, anstatt Live-Aufnahmen aus dem Krankenwagen bis ins Krankenhaus zu senden?
  • Warum habe ich noch nie mehr Traurigkeit und Bestürzung in den Worten von Thomas Gottschalk als an diesem Abend gehört?

Weil das ZDF nicht RTL ist. Weil die Konkurrenz um die Quote eine, die Frage von Pietät und wie daher mit Menschen umgegangen wird, eine ganz andere Sache ist. Es mag sein, dass man in Mainz bestrebt ist, dem “Supertalent” mit möglichst breiter Front entgegenzutreten. Das wäre an diesem Abend mit Gästen wie “Take That”, “Justin Bieber” und noch einigen anderen auch der Fall gewesen. Allein schon daher hätte sich “Wetten, dass..?” einer guten Quote sicher sein können. Dann aber anzudeuten, dass mit der Integration zu riskanter Wetten vom ZDF Unfälle wissentlich oder unwissentlich in Kauf genommen werden, ist eine steile These, die es erst einmal zu beweisen gälte.
In Kauf nimmt nur einer etwas: der Stuntman. Er ist es, der damit rechnen muss, dass ihm einmal etwas zustoßen könnte. Und dann ist es jener, der entscheiden muss, ob er entweder stets auf der Suche nach “immer neuen Hürden und Herausforderungen” bleiben möchte oder sich an einem bestimmten Punkt Grenzen setzt. Samuel Koch hatte seine Antwort gegeben. “Auf keinen Fall” wolle er seine Suche abbrechen.

¹ Anmerkung: Den Satz, den Thomas Gottschalk in einer Besprechung nach Abbruch der Sendung gesagt haben soll, findet sich eigentümlicherweise nur bei Spiegel-Online zitiert.

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41 Antworten auf Wetten, dass..?

  1. Zap sagt:

    Sehr guter Artikel – ich sehe das ziemlich genauso und bloggte am 7.12. entsprechend:

    http://zb-it-blog.blogspot.com/2010/12/wetten-dass-das-geheuchel-noch.html

    Zap

    • Hans Göck sagt:

      Es gab zwei Tücher. Ihr habt einfach schlecht recherchiert.

      • Henry sagt:

        Nope, es handelt es sich um ein eher unwichtiges Detail (ob du nun 1 riesiges, 2 große oder 100 kleine Tücher hast, ist im Anbetracht der Situation _vollkommen_ unerheblich) – also handelt es sich nicht um schlechte Recherche, sondern allenfalls um Fahrlässigkeit. Da es sich wie gesagt aber um ein unwichtiges Detail handelt, ist es angebracht dem Autor diesen Fehler zu verzeihen.

  2. Theo sagt:

    Man sollte bei allem auch im Hinterkopf haben, dass das Verhältnis zwischen Spiegel-Gruppe und ZDF seit dem Ende der Kerner-Ära beim ZDF etwas getrübt ist. Spiegel produziert ja Kerner. Interessant übrigens, wie wohlfeil man bei Spiegel Online über Kerner schreibt.

  3. Kris sagt:

    Danke für diesen Beitrag, er spricht mir in vielerlei Hinsicht aus der Seele. Jederzeit kann etwas in so einer Sendung passieren, auch bei sehr viel ungefährlicheren Einlagen. Aber fragen wir uns doch mal eines: Was wäre, wenn Samuel den Stunt nicht in so einer Sendung probiert hätte, sondern auf dem Parkplatz des heimischen Supermarktes? Einige Medien, die jetzt voll Mitgefühl über Samuel berichten und das ZDF schelten, hätten Samuel als den Depp der Nation dargestellt, der etwas vollkommen irres probiert hat und dabei gescheitert ist.

    Leider kommt es bei so einem Unfall immer auf den Kontext an, in dem er geschehen ist. Und leider haben sich einige Medien vollkommen verkehrt verhalten und Bilder oder Videos von dem Unfall und der Behandlung danach gezeigt. Der Unfall ist vor den Augen der Öffentlichkeit geschehen und somit ist es verständlich, dass sich die Öffentlichkeit für den Gesundheitszustand von Samuel interessiert. Das rechtfertigt aber nicht die Bilder von einem am Boden liegenden Samuel, der gerade von den Rettungssanitätern behandelt wird. Zusätzlich stößt mir auch sauer auf, das einige Leute den Unfall nutzen, um sich selbst etwas ins Rampenlicht zu stellen (“Ja, ich war dabei udn es war so schrecklich, ich habe dann gleich erstmal den Kameramann angebrüllt, die Kamera auszumachen” oder “Ich bin natürlich sofort aufgesprungen um zu helfen und habe noch den anderen Helfern gesagt, dass sie ihn wegen möglicher Wirbelverletzungen nicht bewegen sollen” keine wörtlichen Zitaten, nur frei aus dem Kopf).

    Hier möchte ich dem ZDF ein großes Lob aussprechen, das schon weggeblendet hat, als ich in meinem Sessel noch gedacht habe “Der steht gleich wieder auf” und in späteren Sendungen nicht noch einmal die Bilder des Unfalls gezeigt haben, sondern sich nur mit dem Gesundheitszustand des Kandidaten beschäftigt haben. Schade nur, dass sich nicht alle Formate der öffentlich-rechtlichen Sender ebenso verhalten haben und teilweise sehr sensationslüstern berichtet haben und auch die Proben vorher öffentlich auseinandergenommen haben. Interessanterweise fanden sich einige dieser Berichte erst sehr verspätet oder gar nicht in der Mediathek, Begründungen dafür gibt es nicht, hier sollten die öffentlich-rechtlichen dann vielleicht doch noch etwas mehr Transparenz lernen

    • Markus Mertens sagt:

      @ Kris: Da hat jemand genau verstanden, was ich mit meinem Text sagen wollte. Vielen Dank für diesen Kommentar, den ich für wichtig halte, um meinen Beitrag richtig zu verstehen!

  4. suit sagt:

    Korrektur zum Artikel:

    “Warum spannte man in der Show ein weißes Tuch vor Samuel Koch, während er von Ärzten in der Showhalle versorgt wurde?”

    Es war kein weißes Tuch.

    • Jan sagt:

      Sondern ein schwarzes, was ein Unterschied.
      Jetzt seh ich den Text in nem völlig anderem Licht.

      • Art sagt:

        Ihr habt nicht gut recherchiert, es waren karierte Tücher mit weißen Fusseln und pinken Mikroben drauf. ….So lasset uns Haare spalten! ;)

      • suit sagt:

        Mein Kommetar war völlig wertfrei und ohne Vorwurf, es war eine Faktenfeststellung.

        Es spielt für den Inhalt des Textes keine Rolle ob das Tuch schwarz oder weiß war, das ist richtig – aber dierses Detail zeigt mitunter, dass der Autor des Artikels möglicherweise den Vorfall nicht ausrechend kennt bzw. ihn nicht gesehen hat.

        Ich gehe zwar davon aus, dass das ein Flüchtigkeitsfehler war, aber dennoch könnt ein geneigter Leser auch anderes vermuten.

  5. Walter sagt:

    Ich gebe Kris 100 % Recht, und fast jeder Blogger meint er müsste auch noch sein Süppchen damit kochen.

  6. Ich habe weder den Spiegel Bericht gelesen, noch die Sendung live gesehen.

    Die Grenze, die in diesem Artikel gezogen wird, halte ich jedoch für sehr gelungen. Besonders der Abschnitt mit dem Superstar Ausschnitt. Würde ich solche Sendungen nicht schon boykotieren. Seit diesem Ausschnitt, würde ich es tun.

    [...] ekelhaft, menschenunwürdig und sehr kritisch. [...]

    Das Draufhalten mit der Kamera ist das eine Vergehen, es redaktionell aufzubereiten und nach zutreten sind weitere Symptome, zu Recht, mehr Medienkompetenz in die Köpfe zu bekommen.

  7. Xaerdys sagt:

    Zustimmungswürdig. Allerdings müsste man für eine genaue Analyse noch wissen, inwieweit derart riskante Wetten aus Gründen der Quote gegenüber anderen bei Auswahl der Wetten bevorzugt werden.
    Auch dann kann man mE dem ZDF keinen Strick daraus drehen, denn ein Unterhaltungsformat soll schließlich interessant sein – und Gefahr interessiert Menschen.

  8. Meerschweinchen sagt:

    Ein trüber Artikel. Mir unverständlich, dass BildBlog ihn verlinkt hat.

    Es geht völlig an psychologischen Realitäten vorbei, wenn man glaubt, ein Stuntman könnte sein Potential besser einschätzen, als ein gewöhnlicher Castingshow-Kandidat. Thomas Gottschalk sprach den Disclaimer: “Wenn’s zu gefährlich wird, brichst Du ab”; dass Samuel darauf mit “Auf keinen Fall” reagierte, zeigt ja, wie es um seine Selbsteinschätzung bestellt war. Die Möglichkeit, es könne zu gefährlich werden, gab es bei ihm nicht einmal mehr im Konjunktiv. Das ist menschlich. Und darum sollte man das Selbstbestimmungsrecht des Kandidaten nicht als heilige Kuh beschwören.

    • Lonstermonster sagt:

      @ Meerschweinchen:
      Und was hätte man Deiner Meinung nach tun sollen?
      Hätte man ihn festbinden sollen, weil er sich selbst überschätzte?

      • Markus Mertens sagt:

        @Lonstermonster Besser hätte ich das nicht sagen können.
        Er hat sich die Wette zugetraut, zudem hatte er hatte schon einmal bewiesen, dass er es kann. Damit hat das ZDF seinen Dienst getan, der Rest liegt dann im Ermessen des Kandidaten, der für seine eigene Entscheidung auch verantwortlich ist. Zudem hat Samuel sich seine Wette selbst ausgesucht und ich glaube nicht, dass sich auch nur irgendein Kandidat von “DSDS” selbst aussucht von RTL erniedrigt und lächerlich gemacht zu werden.

        • Thorsten sagt:

          Die Frage nach dem Festbinden ist polemisch. Gottschalk und das ZDF sind immer noch Herren der Sendung. Erst, wenn ein Kandidat die Wette später privat weiterführt, liegt das vollkommen in seiner Verantwortung.

          Tatsache ist, dass die Gesellschaft derartige moderne Gladiatorenkämpfe zur Volksbelustigung mehrheitlich duldet, wenn nicht sogar wünscht. Ich erinnere nur an den sogenannten Boxsport. Der Sachbearbeiter, der rekordverdächtige 35 Formulare in zehn Minuten ausfüllt und als Nebenwirkung höchstens einen Krampf in der Hand bekommt, ist nunmal weniger anziehend als Klitschko – auch wenn seine Höchstleistung genauso unerreichbar für den “Normalsterblichen” ist.

          Dass das ZDF im Vergleich zu anderen Sendern noch relativ verantwortungsvoll ist mag sein. Herr Bohlen sucht eben im Gegensatz dazu auch Opfer die verlieren, weil das in sein(e) Sendeformat(e) passt. Da johlt die Menge, aber ein Möchtegernstuntman, der nach zwei Schritten einfach umfällt ist bei “Wetten dass” nicht unterhaltsam.

  9. Jeeves sagt:

    “Daraus interessiert aber meist nur ein Teil, nämlich jener:
    “Bei den Proben am Donnerstag bin ich zweimal schwer gestürzt.”
    Viel mehr Realität scheint es in diesem Augenblick gar nicht zu geben. Er ist in den Proben gestürzt. ”

    Manipulation in Texten? Hm. Fehlt da nicht was in der Reprise. Und weshalb? Um den eigenen Standpunkt zu verstärken? = Er ist in den Proben SCHWER gestürzt. Und das ZWEIMAL.
    Wennschondennschon.

    • Kris sagt:

      Naja, ob die Stürze wirklich “schwer” waren, darüber kann man streiten. Ein anderer Stuntman hat gesagt, dass die Stürze nicht sonderlich schwer waren und er sich beide male gut abgerollt hat.

  10. o aus h sagt:

    Den Kommentar trifft insgesamt meine Meinung – aber es passt nicht, die Zurschaustellung eines DSDS-Kandidaten zu missbilligen, und dann direkt daneben das Video einzubinden. Wenn das nie hätte gesendet werden sollen, dann sollte es erst recht nicht wieder und wieder wiederholt werden!

    • Markus Mertens sagt:

      Ich gebe Ihnen grundsätzlich vollkommen recht, dass solche Videos gar nicht existieren sollten, weil sie (und zwar ganz gleich in welchem Sender) nie im Fernsehen gezeigt wurden.
      Wenn ich aber (auch den bildlichen) Unterschied zwischen zwei Sendern aufzeigen will, die meiner Meinung nach zu Unrecht zu häufig miteinander verglichen werden, komme nicht in drumrum das Video zu zeigen. Das bedeutet aber keineswegs, dass ich diese Entwürdigung gutheiße. Dass ich genau für das Gegenteil eintrete, dachte ich im Eintrag deutlich gemacht zu haben

  11. Klaus sagt:

    Ich erinnere mich noch an die Live-Übertragung des Formel1-Rennens mit dem tödlichen Unfall von Senna, meines Wissens hatte damals schon RTL die Übertragungsrechte.

    Dort wurde etwa eine halbe bis ganze Stunde live aus der Luft übertragen, wie Senna aus dem Auto geborgen, versorgt, um sein Leben gekämpft und er dann irgendwann, zu dem Zeitpunkt wohl noch lebend, abtransportiert wurde. Bei dem Sender kam damals nicht der Hauch eines Gedanken auf, lieber was anderes zu bringen. Wortreich gerechtfertigt durch die Moderatoren, die immer wieder betonten, dass sie diese Bilder ja s ungern zeigen würden, aber sie seien durch ihre journalistische Sorgfaltspflicht ja quasi dazu genötigt, das ganze live und in Farbe zu präsentieren.

    Das ist der Unterschied zwischen RTL und dem ZDF.

  12. Jan sagt:

    Mich persönlich hat an dem ganzen Geschrei und der hochgespielten Aufgeregtkeit nach dem Unfall eines gestört – die fast schon greifbare Doppelmoral.

    Stellen wir uns doch mal vor, Samuel Koch hätte die Wette geschafft. Die Wahrscheinlichkeit dann auch noch Wettkönig zu werden, wäre sicherlich imens gewesen. Und nun frage ich: Hätte dann irgendein Medium, sei es Zeitung, TV-Sender etc., einen kritischen Bericht gebracht, in dem die Gefährlichkeit der Wette und die Unverantwortlichkeit des ZDFs kritisiert worden wäre? Hätte irgendeiner dieser politischen Trittbrettfahrer (gemeint sind diverse Politiker, die davor vielleicht der Parteikreisvorstand kannte) sich in den Vordergrund gedrängt und den Zeigefinger mahnend erhoben? Ich wage zu behaupten….NEIN!
    Aber es gab diesen Unfall….einen schweren Unfall in der wohl bekanntesten deutschen Unterhaltungsshow. Natürlich lassen es sich die Medien da nicht nehmen, die Geschichte möglichst ergiebig auszuschlachten, eine simple Meldung wäre einfach….ineffizient. Und in spätestens einer Woche fragt von den etablierten Medien mehr, wie es denn eigentlich Samuel geht.

    • Markus Mertens sagt:

      Ich gebe Ihnen vollkommen recht, mit dem was Sie sagen. Solche Unfälle, so tragisch sie auch sein mögen, sind einfach ein zu gefundenes Fressen für Menschen, die in die Öffentlichkeit gelangen wollen/können, um es auszuschlagen. Natürlich geht es dabei spätestens nach der Beileidsbekundung nur noch um sie selbst, und nicht mehr um den Betroffenen. Ich glaube aber, dass das dann einfach eine Frage von Egozentrismus ist, den man diesen Menschen nur schwer austreiben kann.

    • Interessant an dem Szenario der gewonnenen Wette fände ich viel eher, welche Abwägung die Redaktion getroffen haben mag, dass nicht jeder zweite Jugendliche sich solche Powerizer zu Weihnachten gewünscht und dann (ohne Kamera) das Genick gebrochen hätte. Da sehe ich doch einen erheblichen Unterschied zu den vielfältigten Gesangswettbewerben.

  13. Alex sagt:

    Ich finde den Text super. Gut argumentiert und geschlussfolgert. Mehr bitte. ;)

  14. Mark sagt:

    Eine Sendung, die sich über knapp drei Jahrzehnte den Status “Familiensendung” erarbeitet hat, kann nicht einfach das gesamte Risiko auf den Kandidaten abwälzen. Nur weil einer kommt und behauptet, bestimmte (hochriskante!) Sachen vorführen zu können, heißt das doch noch lange nicht, daß der Sender dies auch zeigen muß. Nein! Der Sender hat eine höhere, moralische Verantwortung, und zwar gegenüber den Kandidaten und dem (Hallen-) Publikum. Es interessiert gar nicht, was die private Konkurrenz getan hätte, denn der Sturz war nun mal im ZDF zu sehen. Und pardon, die Frage muß erlaubt sein, ob der Wettkandidat wirklich wusste, was er tat? Wären nicht Zweifel angebracht gewesen?
    Wenn sich herausstellen sollte, daß entweder Druck ausgeübt wurde oder auf eine mögliche Sicherung oder Entschärfung bewußt verzichtet wurde, dann wäre dies ein Skandal sondergleichen.
    Auf jeden Fall greift die Haltung “selbst schuld” zu kurz, denn dann könnten wir auch bald Pistolenduelle mit echten Kugeln, Fechten mit scharfen Degen und dergleichen mehr sehen.
    Warum wohl lässt der Sender Aufnahmen des Unfalles auf den einschlägig bekannten Videoportalen sperren?
    Fragen, die noch zu beantworten wären:
    1. Wurde Druck auf den Wettkandidaten ausgeübt, die Wette zu verschärfen oder “interessanter” zu machen?
    2. Hätte es eine Sicherungsmöglichkeit gegeben, um den Wettkandidaten besser zu schützen?
    3. Warum wurde die Wette nicht als klassische Außenwette durchgeführt, oder wenigstens in einer (ruhigeren) Halle ohne Zuschauer?
    4. Wurde zuvor ein psychologisches Gutachten des Wettkandidaten erstellt? Woher nahm der Sender die Gewissheit, daß der Wettkandidat die Wette schadlos überstehen würde?
    5. Wurde zuvor ein technisches Gutachten erstellt, das klar angibt, unter welchen Bedingungen die Sprünge gelingen bzw. mißlingen würden? Wenn ja – wie hat der Gutachter die Wette eingeschätzt?
    6. Wie hätte ein “Verlieren” der Wette nach Meinung des Senders aussehen können?
    7. Warum wurde die Wette mit fahrenden Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse nur zwei bis drei Meter vom Hallenpublikum (erste Reihe) entfernt durchgeführt?
    8. Gibt es Aufnahmen von den Proben, die die Stürze des Wettkandidaten zeigen?
    9. Was bewog den Moderator dazu, in der Anmoderation ernsthafte Sorgen für den Kandidaten kundzutun?

    Letztlich läuft das alles auf die eine entscheidende Frage hinaus: Warum genau hat der Sender diese Wette angenommen und in genau dieser Form durchgeführt, obwohl es Hinweise auf eine sich anbahnende Tragödie gab?

    • Meerschweinchen sagt:

      Dito.

    • Markus Mertens sagt:

      Ich halte Ihren Kommentar in vielerlei Hinsicht für bedeutsam und wegbringend. Ich bin zum Beispiel vollkommen bei Ihnen, wenn Sie sagen, dass es ein Skandal wäre, würde sich herausstellen, dass das ZDF an der Wette herumexperimentiert hat um sie gefährlicher zu machen. Sie merken aber, denke ich selbst, dass wir das weder beweisen noch aus dem Weg räumen können. Solange bin ich ganz bei der Regel “in dubio pro reo”.

      Was Ihre Fragen angeht, so finden sich einige Antworten beispielsweise in den Artikeln von Spiegel-Online, die ich im Text verlinkt habe. Hier wird beispielsweise von gewissen Entfernungen gesprochen, die Samuel Koch beim Absprung einhalten muss, um über das Fahrzeug zu kommen.
      Warum Aufnahmen des Unfalles auf Portalen wie Youtube gesperrt werden, kann ich Ihnen sagen, ich habe es aber schon in meinem Artikel erwähnt – weil das ZDF nicht RTL ist. Während auf Clipfish solche Videos wie das eine, das ich eingestellt habe, in mannigfaltigen Versionen verfügbar sind, ist das ZDF eben darum bemüht nicht jedem Menschen noch zum hundersten Mal und in Zeitlupte auf die Nase zu binden, was da schreckliches passiert ist.

      Es gibt selbstredend auch einige Fragen, die Sie gestellt haben, die ich nicht beantworten kann. Das liegt vor allem daran, weil ich nicht Thomas Bellut, nicht Thomas Gottschalk und auch keiner der anderen Verantwortlichen des “Wetten, dass..?”-Teams bin. Ich denke aber zum Beispiel, dass das ZDF durchaus davon ausgehen konnte, dass Samuel Koch diese Wette schadlos überstehen kann. Immerhin gab es eine Vorstellung der Wette in München, es gab Trainings und eben den Verweis darauf welche eine Vielfalt (auch an extremen) Sportarten Samuel betreibt.
      Ich denke die einzige Möglichkeit diese Wette zu verlieren, wäre gewesen, wie beim zweiten Auto, den Sprung zu verweigern und damit zu viele Fehlversuche zu haben.
      Aber, so sehr ich es auch versuche: Ich kann Ihnen natürlich keine Antworten geben, die hier tatsächliche Wahrheit abbilden. Letztlich ist es meine Meinung, wenn ich sage, dass Thomas Gottschalk einfach besorgt gewesen sein könnte, weil er eine solche Wette noch nie hatte und Samuel eben ein junger Mann ist. Diese Einschätzung müssen Sie dann natürlich auch nicht mit mir teilen.

      Was ich aber nicht glaube: Dass das ZDF diese Wette wirklich so durchgeführt hätte, wenn Verantwortlichen bewusst gewesen wäre, dass es eine Tragödie geben würde. Bei allem, was recht ist – das kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

    • Kris sagt:

      Meines Wissens wollte Samuel sogar über noch mehr Autos springen, die Wette wurde also schon ein wenig entschärft. Was die Durchführung direkt vor dem Publikum angeht, da gebe ich ihnen recht, das hätte man tatsächlich anders machen können. Aber ich frage mich, wo würden wir hinkommen, wenn jeder Kandidat einer Unterhaltunssendung ein psychologisches Gutachten ablegen muss, aber wenn man einen Sturz in den Proben erlebt, bei der sich der Kandidat abrollt und sofort wieder aufspringt kann der Sender schon davon ausgehen, dass der Kandidat die Wette unbeschadet übersteht, in der Sendung gab es aber nun mal den GAU, der aber schon gut in anderen Sendungen bei ähnlich riskanten Wetten hätte passieren können

  15. ingo sagt:

    was aber nun mal ganz ganz ganz klar gegen die these “gefährliche wetten für mehr quote” spricht ist, dass doch niemand bevor er die show einschaltet überhaupt weiß, welche wetten gezeigt werden. da werden eben wohl eher die showacts ziehen.

    überhaupt kenne ich keinen in meinem bekanntenkreis, der einmal gesagt hat “ich schaltet wetten dass wegen der wetten ein”. da geht es mehr um die couch. im gegensatz dazu schaltet man dsds, supertalent, posptars usw,. aus dem grund ein, weil sich leute zum horst machen bzw. gemacht werden.

    der ganzen debatte ist eine nicht zu übertreffende scheinheiligkeit inhärent, die nicht zum aushalten ist. es hat sich jemand schwer verletzt, bei dem versuch die zuschauer zu begeistern, ihnen einen tollen abend zu bereiten. es ist ein zeichen von respekt in diesem moment inne zu halten und an diesen menschen zu denken, nicht das drum herum zu diskutieren. das ist unwürdig und samuel k. gegenüber respektlos.

  16. Tolliolli sagt:

    Ich habe mich vor einer “Wetten, dass…”- Sendung noch nie vorher informiert, ob ich auch besonders waghalsige Wetten serviert bekomme.
    Die Hälfte der gesamten Show besteht doch lediglich aus Promi- Talk, die andere aus den Wetten.
    Von diesen im Schnitt 4 Wetten wiederum besteht die Hälfte daraus , aus x von y irgendwas zu erkennen (bspw. Buntstifte am Geschmack erkennen).
    Bleiben noch 2 “gefährliche” Wetten, davon oft solche, bei denen es um den Einsatz von Maschinen geht (z.B. Bagger), die Gefahr auch dort überschaubar ist.

    = ca. >10 % der Sendung sind auf “gefährlichen” Wetten aufgebaut.

    Motiv der Zuschauer kann es zum Großteil eben NICHT sein, halsbrecherische Wetten zu erwarten.
    Erst nach diesem Unfall wird krampfhaft versucht, eine Verbindung zwischen Quotendruck und Gefährdung der Kandidaten herzustellen.

    That’s Media!

    • Markus Mertens sagt:

      Vor allem was Ihre letzten drei Sätze angeht, sprechen Sie mir wirklich aus der Seele! Es ist eben diese Konstruktion, die sich in den Medien ja andauernd propagiert findet. Ich habe mit dem Beispiel Spiegel ja nur einen Fingerhut an Wasser aus dem Meer gefischt.

  17. Maiio sagt:

    Was mich bei der ganze Sache stört ist, das es beim ZDF “Wetten dass” keinen Plan B zu geben scheint.
    Ist den nirgends die Möglichkeit gesehen worden, das mal was richtig schief läuft.
    So hätte man eine solche Wette nicht am Anfang bringen müssen oder mit Hinweis in der Art von ” … er ist auf dem Weg ins Krankenhaus – wir werden laufend berichten… ” weitermachen können.
    (Verschwörungstheorie: Wer weiß was da wirklich verschleiert wurde?)

  18. Lars sagt:

    Der Kommentar entspricht im Wesentlichen meiner Meinung, vielen Dank.

    Zudem halte ich Marks Frage 6 für sehr berechtigt, allerdings würde ich sie auch (!) an Samuel selbst richten wollen.

  19. Hanno sagt:

    Bemerkenswert ist, dass Spiegel Online seit (gefühlten) Jahren nach jeder vorherigen Wetten-Dass-Sendung einen gepflegten Verriss veröffentlicht hat, in dem u.a. die Langweiligkeit der Sendung angeprangert wurde.

    • Markus Mertens sagt:

      Eine größere Ironie gibt es wohl in diesem Kontext wirklich nicht mehr. Wenn das mal nicht in die Kategorie “offensichtliches Eigentor” fällt.

  20. Art sagt:

    Eine sehr gute Aufarbeitung des Themas.
    Gerade der Vergleich mit den Privatmedien ist interessant. Hervorzuheben ist insbesondere die Reaktion einiger privater Medien, die zwar einerseits den Kampf um Quoten kritisieren, andererseits, möglichst sensationslüstern über das Ganze berichten um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Man versucht den Unfall dieses Jungen Mannes zugunsten der eigenen Quote aufs äußerste auszubeuten. Und nebenbei kann man auch noch die unangenehme, ZDF Konkurrenz bequem angreifen.
    Zum glück gibt es noch solche Blogs.

  21. Ztul sagt:

    Es gibt einen AUS-Knopf am Fernsehgerät. Damit kann man/frau diesem Medienschrott entgehen.

  22. tantetrudeausbuxtehude sagt:

    Ich glaube ebenfalls nicht, dass der Kandidat zur Wette genötigt worden ist.
    Zuerst hatte Michelle Hunziker, dann Gottschalk, und schließlich das ZDF
    höchste Professionaltiät und Souveränität an den Tag gelegt.

    trude

  23. Fiel mir auf sagt:

    Duesseldorf ist wohl verflucht. Erst die LoveParade jett Samuel, was kommt als naechstes?

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